Der Rückschwung
Unterteile den Wurf in zwei Teile und beginne mit dem Rückschwung!
Als Erstes suche Dir eine Wiese ohne Hindernisse und Ablenkungen.
Übe nicht am Wasser! Du solltest Dich auf Deine Bewegungen
konzentrieren. können, ohne Dich um Bäume, Büsche
oder die Strömung des Baches kümmern zu müssen.
Denke daran: Es macht wirklich Sinn, zu trainieren!
Ziehe soviel Schnur von der Rolle, dass sich ungefähr
neun Meter außerhalb des Spitzenringes befinden und lege
sie gerade vor Dir auf dem Boden aus. Die Rutenspitze muss sich
dabei in Bodennähe befinden. Vergewissere Dich, dass die
Schnur wirklich überall gestreckt ist. Die Rute hältst
Du mit dem Zeigefinger nach oben auf dem Griff, das Handgelenk
bleibt steif, die Schnur wird unter den Mittelfinger der Rutenhand
geklemmt. Den anderen Arm lässt Du locker seitlich herunterhängen.
Nimm eine bequeme Schrittstellung ein, Rechtshänder mit
dem linken Fuß vorne, Linkshänder mit dem rechten.
Die Schultern bleiben die ganze Zeit im rechten Winkel zum Ziel.
Nun bewege die Rute geradewegs vom Ziel weg, indem Du den Unterarm
hebst, bis die Rutenspitze auf den Punkt zeigt, wo das Vorfach
mit der Fliegenschnur verbunden ist. Nun hebe den Ellbogen und
beschleunige die Rute geradewegs aufwärts und nach hinten,
bis der Zeigefinger der Rutenhand senkrecht nach oben zeigt.
Die Hand ist in diesem Moment ein kleines bisschen entfernt
vom Körper. Auf Höhe des rechen Auges schließe
die Bewegung mit einem positiven Stopp ab. Achte darauf, dass
Du das Handgelenk dabei nicht abknickst. Das untere Ende der
Rute sollte nicht mehr als fünf Zentimeter vom Arm entfernt
sein. Nun warte, bis sich die Schnur gestreckt hart und lasse
sie zu Boden fallen. Wenn Du die Übung wiederholen willst,
drehe dich einfach um 180 Grad und versuche es noch einmal.
Die Hälfte des Weges hast Du schon geschafft!
Der Vorschwung
Sobald Du dich sicher beim Rückschwung fühlst und
die Schnur gerade hinter dich werfen kannst, fahre mit dem Vorschwung
fort . Anstatt die Schnur hinter Dir auf den Boden fallen zu
lassen, folge ihr beim Rückschwung - nach dem Stopp -ein
bisschen mit der Rute nach oben und hinten, bis sich die Schnur
gestreckt und ihre Energie verloren hat. Sobald die Schnur fast
gestreckt ist, leite den Vorschwung ein.
Denke daran: Nur eine gestreckte Schnur kann die Rute laden!
Wenn Du zu lange wartest, beginnt die Schnur herunterzufallen,
Du musst genau den Zeitpunkt erwischen, in dem die Schnur sich
gerade streckt .
Nun konzentriere dich auf den Punkt, auf den du zielen willst,
und beschleunige die Rute vorwärts. Die Bewegung verläuft
umgekehrt als beim Rückschwung, beginnend mit dem Ellbogen
und endend mit der Hand. Der Krafteinsatz soll im Griff beginnen
und sich progressiv bis in die Spitze fortsetzen. Beginne langsam
und erhöhe sanft die Geschwindigkeit. Ungefähr 45
Grad vom Boden, eher etwas höher, schließe die Bewegung
mit einem positiven Stopp ab.
Eine Schlaufe formt sich vor Dir. Wenn sie sich ausrollt und
die Schnur sich streckt, folge mit der Rute abwärts, bis
sie sich wieder in Startposition befindet.
Wenn Du Schwierigkeiten hast die beiden Teile zusammenzufügen,
gehe zurück und wiederhole die einzelnen Hälften des
Überkopfwurfes. Dieser Wurf ist die Basis des Werfens mit
der Fliegenrute. Übe ihn bis hin zur Perfektion. Erst dann
wirst Du fortgeschrittenere Würfe beherrschen können
Ich kann nicht genug betonen:
Warte nicht mit üben bis zum Angeln. Da gibt es zu viele
Dinge, die Deine Konzentration fordern. Es ist unmöglich,
beim Fischen das Werfen zu üben! Am besten dazu ist eine
Wiese oder bei Wasserwürfen ein Becken, frei von Hindernissen
und Ablenkungen. jede Stunde der Übung hilft Dir beim Angeln
am Fluss.