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Flycasting by Mel krieger

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www.Christopherrownes.com

Christopher Rownes
OBerwiler str 56
4054 Basel
Switzerland

Tel 0041 61 301 65 74
Mobile 0041 79 35 88 391


christopherrownes@hotmail.com


State of the Art Fly Casting With Christopher Rownes

Grundlagen


THE GRIP


Mein Rat an allen neuen Fliegenfischer ist, dieses als eine Anleitung zu benutzen, doch lassen Sie sich viel Spielraum um Kreativ zu bleiben und Ihre eigenen Entdeckungen zu machen.

Entwickel kein Dogmen!

Richtigen oder falschen Wurfstil gibt es nicht, richt ist immer noch der Wurf mit dem man den jeweiligen Gegebenheiten an das ziel herankommt.

Der Griff

Gutes Fliegenwerfen fängt bei der richtigen Griffhaltung an. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten die Rute zu halten.


1: Der Zeigerfingergriff: Der Zeigerfinger liegt gestreckt auf dem Kork Griff. Ein Ausgezeichneter Griffhaltung für die leichtere Schnurklassen.

2: Der Daumengriff. Der Daum liegt oben auf dem Kork Griff. Dies ist ein sichere Griff für die höhere Schnurklassen.

3: Der Schraubenziehergriff. Ich nehme und empfehle die Schlüssel oder Schraubenziehergriff. Was natürlich Geschmackssache ist. Die Handhaltung sollte während des ganzen Wurfes bequem und entspannt sein. Die Vereinigung von der Kraft der Daumenhaltung in Zusammenspiel mit die Zielgenauigkeit des Zeigefingers ergibt einen vielseitigen Griff, der unsere Bewegung effizienter macht - ganz gleich, ob wir eine Trockenfliege in einem kleinem Fluss präsentieren oder einen Hechtstreamer in starken Gegenwind werfen.

Die Hand
Versuche beim Wurf den Druck der Hand zu variieren. Nutze die Energie, die ein fester Druck erzeugt, oder den dämpfenden Effekt eines lockeren Griffes. Am Anfang des Wurfes fasse den Griff eher lose und erhöhe beim Beschleunigen den Druck. Im Moment des Stopps muss der Druck am stärksten sein und danach sofort wieder nachlassen. Das dämpft die Vibrationen in der Rute und beseitigt so die Schockwellen in der Schnur, die entstehen, wenn man während des ganzen Wurfes Druck ausübt. Wenn wir den Druck auf den Griff variieren, können wir so den ganzen Tag ermüdungsfrei fischen.
Das Handgelenk
Halte beim Werfen das Handgelenk steif. So wird die Energie besser vom Körper auf die Rute übertragen.

a) Durch ein festes Handgelenk und eine progressive Beschleunigung hin zu einem festen Stopp wird im Rückschwung eine enge Schnurschlaufe geformt.

 


b) Wenn wir im Rückschwung das Handgelenk lockern, öffnet sich die Schlaufe und bewegt sich abwärts.


Damit sich Deine Schnurschlaufen gut auf das Ziel zu bewegen, stelle sicher, dass sowohl während des Rück- als auch des Vorschwungs die Rolle direkt auf das Ziel gerichtet ist. Es ist wichtig, den Zeigefinger die ganze Zeit oben zu lassen.


a) Richtige Handgelenkhaltung: Die Rolle ist auf das Ziel gerichtet.


b) Falsche Handgelenkhaltung: Wenn Dein Handgelenk sich während des Wurfes nach außen dreht, wird diese Bewegung von der Rutenspitze verstärkt. Die Schnur folgt dem Bogen, den die Rutenspitze beschreibt, und befördert Deine Schlaufe hinter Dich in eine für den Vorschwung ineffiziente und auch gefährliche Position.

 


Die Fußstellung

Beim Fischen variiert man die Fußstellung je nach Situation. Für das Wurftraining empfehle ich eine offene Stellung, also den linken Fuß nach vorn für Rechtshänder bzw. den rechten für Linkshänder. Dies ist eine vielseitige Stellung und ermöglicht eine freie Körperbewegung, harmonische Koordination und lässt eine ausholendere Wurfbewegung zu. Achte darauf, Deine Schultern quer zum Ziel ausgerichtet zu halten.

Schnurgewicht

Beim Fliegenwerfen ist es das Gewicht der Schnur, das die nahezu schwerelose Fliege zum Ziel trägt. Lerne, die Aktion der Fliegenrute zu nutzen, um die Schnur werfen.


Durchhängende Schnur

Vermeide lose Schnur! Die Schnur sollte vor der Kraftapplikation gestreckt sein, denn nur eine gestreckte Schnur kann die Rute laden, wohingegen lose Schnur Energie verschwendet.

a) Richtige Startposition:
Sobald wir die Rutenspitze bewegen, beginnt die gestreckte Schnur die Rute aufzuladen.

b) Falsche Startposition:
Die falsche Startposition bewirkt ein Durchhängen der losen Schnur. Der erste Teil des Wurfes ist vergeudet, weil erst die lose Schnur gestreckt werden muss. Nur ein gestreckte Schnur kann die Rute biegen und aufladen.

 

Die horizontale Ebene

Konzentriere Dich darauf, Hand, Handgelenk, Unterarm und Schulter in gerader Linie zu halten. Die Rutenspitze sollte beim Werfen einen geraden, horizontalen Weg beschreiben. Ein gerader, horizontaler Pfad konzentriert alle Energie des Wurfs in Richtung Ziel. Die Rutenspitze sollte sich in einem geradem Weg auf das Ziel zu oder von diesem weg bewegen. Nur entlang eines horizontalen Pfades arbeitet die Rute optimal. Lass' die Wurfenergie auf einer geraden Linie fließen. Kontrollierst Du die Rutenspitze während des Wurfs, kontrollierst Du damit auch Deine Schnurschlaufe.


A. Horizontaler Pfad der Rutenspitze


Wenn wir während des Wurfes mit der Rutenspitze eine gerade, horizontale Linie beschreiben, erzeugen wir eine perfekte Schlaufe. Der obere und untere Teil der Schnur verlaufen parallel entlang dieses horizontalen Pfades bis hin zu ihrem vollen Potenzial. Gute Werfer können ihre Schlaufen auf einer fast vollkommen horizontalen Ebene werfen.

 

 

B. Konvexer Pfad der Rutenspitze.

Große, offene Schlaufen bilden sich, wenn die Rutenspitze zwischen Rück- und Vorschwung keine Gerade beschreibt, sondern einen nach oben gewölbten Bogen. Dies wird verursacht durch Abknicken des Handgelenks beim Rückschwung oder durch mangelnde Kraftapplikation. Die Rute bleibt während des Wurfs in einem ungebogenen (ungeladenen) Zustand und bewirkt so, dass Rutenspitze und Schnur sich auf einem halbkreisförmigen, konvexen Pfad bewegen. Wir müssen die Rute in eine Biegung hineinzwingen (laden) und anschließend durch einen (positiven) Stopp wieder entladen. Eine offene Schnurschlaufe, bei der der obere und untere Teil weit auseinander liegen, streut die Energie in viele Richtungen, ist also nicht auf das Ziel gerichtet, und die Schnur fliegt nicht richtig.

 

C. Konkaver Pfad der Rutespitze

Tailing Loops bilden sich, wenn sich die Rutenspitze zwischen Rück- und Vorschwung nicht auf einer Geraden bewegt, sondern auf einem nach unten gewölbten Bogen. Sie werden verursacht durch einen im Verhältnis zur Rutenbiegung bzw. -ladung zu kleinen Wurfwinkel oder durch eine zu starke Kraftapplikation zu Anfang des Wurfs. Passe die Rutenbiegung dem Wurfwinkel an und beschleunige die Rute zunehmend während des Wurfs. Schließe mit einem harten, positiven Stopp ab. Denk daran: Alle Tailing Loops resultieren aus einem konkaven Pfad der Rutenspitze.


Der positive Stopp

Es ist unbedingt nötig, das wir Vor- und Rückschwung mit einem positiven Stopp abschließen. Nicht immer an derselben Stelle, was von der unterschiedlichen Schnurlänge abhängt, aber es muss immer ein Stopp gesetzt werden. Ein harter, positiver Stopp, kombiniert mit einer progressiven Kraftapplikation ist der Schlüssel zu gutem Fliegenwerfen

Lang und kurz

Damit sich die Rutenspitze auf einer geraden , horizontalen Linie bewegt, müssen wir die Intensität der Rutenbiegung bzw. -ladung der des Wurfes anpassen. Je mehr die Rute gebogen wird und je mehr Schnur in der Luft ist, desto größer muss der Rutenwinkel sein


a: Wenig Schnur, kleiner Rutenwinkel

 

b: Viel Schnur, großer Rutenwinkel.

 

Eine Fliegenrute ist ein flexibler Hebel. Sie biegt und entlädt sich während des Wurfs, umso stärker, je mehr Kraft wir anwenden. Es ist wichtig, daran zu denken, dass eine Fliegenrute nicht steif ist. Es ist möglich, sowohl mit kleinen als auch mit großen Rutenwinkeln enge Schlaufen zu werfen, wenn wir den Rutenwinkel und die Stärke der Rutenbiegung aufeinander abstimmen.
Behutsamer Einsatz von Kraft
Wir brauchen einen behutsamen und progressiven Einsatz von Kraft und Geschwindigkeit mit einem harten Stopp am Ende. Dieser abrupte Stopp überträgt die Energie von der geladenen (gebogenen) Rute auf die Schnur und formt so die Schlaufe.


Eine behutsame, progressive Kraftapplikation mit einem harten, positiven Stopp am Ende

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Die Pause

Warte, bis sich die Schnur völlig gestreckt hat, bevor Du den Vor- oder Rückschwung beginnst. Bei einem weiten Wurf machen wir eine lange, bei einem kurzen eine kurze Pause. Halte Deine Schultern quer zum Ziel, beobachte ab und zu Deinen Rückschwung und schau, ob die Schnur gestreckt ist, bevor Du den Vorschwung einleitest. Achte darauf, nur den Kopf zu drehen und nicht den ganzen Körper, weil sonst die Rutenspitze und damit die Schnur die gerade Bahn verlassen. Du kannst außerdem dein Timing beurteilen, indem Du beim Vorschwung zuschaust, bis sich die Schnur ausrollt. Beim Rückschwung wartest Du dann genauso lange. Diese Visualisierung führt zu einem besseren Timing. Denke daran, dass wir ohne einen guten Rückwurf keinen guten Vorschwung machen können.

Übung!

Ich kann nicht genug betonen: Warte nicht mit dem Üben, bis Du am Wasser bist. Beim Fischen kann man nicht gleichzeitig Werfen üben, es gibt einfach zu viele Dinge dort, die Dich ablenken. Übe auf einer Wiese oder einem Pool, frei von Hindernissen und Ablenkungen. Jede einzelne Stunde, die Du mit trainieren verbringst, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu besserem Fliegenfischen am Fluss.
Diese Tipps sind aus langjähriger Praxis in Werfen und Unterrichten entstanden. Ich möchte betonen, dass diese Tipps nicht dogmatisch zu verstehen sind - es gibt mehr Wege Fliegenwerfen zu unterrichten als Fliegenfischer. Wende einfach das an, was für Dich funktioniert und Dein Werfen effizienter mach

Tight loops
Christopher Rownes - FFF Certified Fly casting Instructor

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